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30
Mai

RENNEN SIE NOCH IM HAMSTERRAD ODER MEDITIEREN SIE SCHON?

gepostet von Ilka Prinz

Weshalb Sie lieber meditieren sollten.

Wenn Sie denken, dass Meditieren nur etwas für „Esos“ ist, dann widmen Sie sich jetzt lieber wieder Ihrem Hamsterrad. Wenn Sie glauben, Meditieren sei reine Zeitverschwendung, dann drehen Sie lieber noch ein paar Runden, damit Ihr Hamsterrad nicht einrostet. In beiden Fällen sind die nachfolgenden Zeilen garantiert nichts für Sie.

Sollten Sie jedoch noch nie meditiert, es jedoch hin und wieder einmal in Erwägung gezogen haben, oder sollten Sie offen sein für Neues, dann lade ich Sie ein, einfach weiter zu lesen.

Vorab. Was geht denn hier ab?

Unsere Zeit ist eine Zeit gravierender Umbrüche. Alte Strukturen halten dem Neuen nicht mehr Stand – dies macht sich in vielen Bereichen unseres Lebens bemerkbar. Unsicherheit breitet sich aus. Hinzu kommt, dass wir rund um die Uhr auf Ablenkung, Bespaßung, flache Berieselung zurückgreifen können. Um Ihre Aufmerksamkeit wird an jeder Ecke gebuhlt. Beschallung, wohin Sie schauen. Ein Café ist nicht mehr einfach nur ein Café, wo man gemütlich sitzen kann, sich mit Freunden trifft, einen Espresso schlürfend. Nein. Das Smartphone liegt neben Ihnen auf dem Tisch und wenn keine e-mails gecheckt werden, tut es vielleicht ein Gang durch die sozialen Medien. Nebenbei dröhnt Musik, gegen die irgendwie angeredet werden muss. Wenn Sie ungünstig sitzen und Ihren Kopf vom Smartphone heben, können Sie auf einem XXL-Bildschirm das Geflacker unnützer Reportagen, Musikvideos oder Seifenopern sehen – ohne Ton natürlich, denn dafür kommt ja Geröhre aus Lautsprechern, die an jeder Ecke angebracht wurden.

Sie werden überfrachtet mit Eindrücken, Impulsen, Effekten und all das dringt direkt in Ihr Unterbewusstsein. Ca. 12 Millionen  – also 12.000.000. – Sinneseindrücke verarbeitet Ihr Gehirn in der Sekunde. Davon nehmen Sie jedoch nur etwa 40 bewusst wahr – der Rest wird direkt in Ihrem Unterbewusstsein abgelegt (Quelle: Prof. Manfred Zimmermann, Psychologisches Institut der Universität Heidelberg).

Das hört sich nach viel Trubel an und nun – neben dem ganz normalen Wahnsinn Ihres Alltags – wundern Sie sich, dass Sie mehr und mehr auf dem Zahnfleisch laufen – in Ihrem Hamsterrad. Sie sehnen sich nach Ruhe, die Sie selbst im Schlaf kaum mehr finden können, wollen aus dem Hamsterrad raus und haben doch keine Zeit auszusteigen.

Und nun?

Was könnte helfen gegen die wachsende Unsicherheit, gegen den Lärm, die Fremdbestimmung? Sie könnten sich beispielsweise fragen, was passieren würde, wenn Sie sich jeden Tag 10-20 Minuten Zeit nähmen, sich auf einen bequemen Stuhl setzen und die Augen schließen würden. Kein Radio. Kein Fernseher. Kein Smartphone. Nur Sie und die Stille. Atmend. Sitzend. Sitzend. Atmend. Ihren Atem beobachtend. Ruhig und immer ruhiger werdend. Gedanken kommen. Und ohne ihnen nachzuhängen, lassen Sie sie gehen, konzentrieren sich wieder auf Ihren Atem und sitzen einfach nur… rum… und meditieren. Jeden Tag. 10-20 Minuten. Und nach 6-8 Wochen beobachten Sie Ihre Einstellungen und Reaktionen im ganz normalen Wahnsinn Ihres Alltags. Was werden Sie wohl feststellen? Im schlimmsten Fall, dass Sie sich jeden Tag 10-20 Minuten Ruhe gegönnt haben. Im besten Fall, dass Sie stabiler, gelassener, erfrischter und fröhlicher mit den täglichen Herausforderungen umgehen.

Was passiert, wenn Sie meditieren?

Meditation beruhigt Ihren Geist und Ihren Körper.

Zur Ruhe zu kommen, Herausforderungen im Alltag gelassener, besonnener, ruhiger zu begegnen – dazu brauchen Sie eine gelassenen, besonnenen, ruhigen Geist. Wem dieser nicht „in die Wiege gelegt wurde“, darf ihn sich aneignen. Durch Meditation beruhigt sich– vollkommen unesotherisch – Ihr Gehirn und damit Ihr Geist. Beim Meditieren entspannen Sie sich, da Ihre Gehirnwellen aus dem Betazustand in den entspannten Alpha-  und im noch besseren Fall Thetazustand übergehen.

Die Ebenen der Beta-Gehirnwellen reichen von entspannter aber interessierter Aufmerksamkeit über konzentriertes, analytisches Denken bis hin zu hoher Konzentriertheit, wie wir sie in Stresssituationen erleben. Im extremen Fall und bei langanhaltendem Stress führt dies zu einem Kampf- oder Fluchtverhalten. Ist dies ein Dauerzustand kommt es zu „Unordnung im Gehirn“ und den Ihnen bekannten Stresssymptomen. Sie sind nur noch im Außen und haben den Zugang zu sich selbst verloren.

Schließen Sie Ihre Augen und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit bewusst nach innen, verlangsamen sich Ihre Gehirnwellen und gehen in den Alphazustand über. Sinneseindrücke aus Ihrer Umwelt verblassen oder werden ganz ausgeblendet. Das Innen wird präsenter als das Außen. Sie nehmen Kontakt mit sich selbst auf, entspannen sich. Hier ist Ihr Gehirn schon in einem leichten meditativen Zustand. Dies geschieht schon, wenn Sie in Gedanken versunken Ihre Umgebung ausblenden.

Ein noch tieferer Zustand ist der Theta-Zustand. Halb schlafend halb wach ist dies ein Dämmerzustand, der als Ziel der Meditation angesehen werden kannst. Die bewusste Wahrnehmung ist hier sehr eingeschränkt – Geist und Körper können sich in diesem Zustand beruhigen, Kraft schöpfen ja sogar gesunden. Der analytische Geist hat Pause, wir können uns mit unserem Unterbewusstsein verbinden – ein Zustand, der auch in der Hypnose genutzt wird.

Absolute Könner erreichen sogar den Delta- und Gammazustand.

Meditation bedeutet die Herstellung einer kohärenten Gehirnaktivität für mehr Energie, Gesundheit, Entspanntheit und Besonnenheit. Ihr Herzschlag verlangsamt sich, Ihre Atmung wird tiefer und Ihr Körper wird besser mit Sauerstoff versorgt. Ihre Muskeln entspannen sich. Meditieren Sie, so helfen Sie sich selbst dabei, Stress abzubauen, indem Sie innerlich geordneter, gelassener und fokussierter sind.

Meditieren lässt Sie bei sich ankommen.

Was meine ich damit? Es gibt viele Menschen, die sich lieber ablenken als hinzuschauen. Sie haben Angst vor dem, was sie da sehen könnten. Da ist es doch leichter, eine neue Klamotte zu kaufen, drüber zu tuschen oder den Frust mit Pommes und Alkohol in sich zu ertränken. Langfristig wird das nur nicht helfen. Ihr Innerstes, Ihre wahren Bedürfnisse und tiefsten Sehnsüchte werden Sie nicht in Ruhe lassen. Im Außen zu sein, kann witzig und abwechslungsreich sein. Verstehen Sie mich richtig, ich finde shoppen, Schminke, lecker Essen toll und genieße das. Es darf bloß ein bewusstes Tun sein und keine Ersatzhandlung. Der Frust, der damit überspielt wird, kehrt zurück. Dann ist die Klamotte eine von vielen – eine neue muss her und auf den Frust muss noch mehr Schoki geklebt werden. Ein Glas Wein reicht auch nicht mehr. In einer Welt, in der Begierden an jeder Ecke geweckt werden, ist es verlockend, diesen nachzugehen. Und wieder grüßt das Hamsterrad.

Wenn Sie meditieren und in Ihrem Körper das passiert, was passiert, kommen Sie an Ihren wahren Kern. Ihr Geist kommt zur Ruhe, kann sich neu sortieren. Dies fällt ihm im Außen, wo er nur reagieren, sich verteidigen und anpassen muss, schwer. Durch Meditation kommen Sie bei sich an und werden widerstandsfähiger gegen äußere Beeinflussung, Gängelei und Manipulation. Sie lernen, sich mehr und mehr zu vertrauen. Sie werden immuner gegen Angstmacherei jeglicher Art. Sie werden sich Ihrer wahren Ziele bewusster. Sie stehen mehr und mehr für sich ein. Sie werden friedlicher, denn wo die Angst nicht mehr regiert, kehrt der Frieden ein. Indem Sie meditieren, schenken Sie sich mehr als nur ein paar Minuten Ruhe.

Sie schenken sich SICH SELBST. Sie schenken sich IHR Leben. Die größten Geschenke, die SIE sich machen können.